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Schulinterne
Lehrerfortbildung zum Thema: „Vielfältige Anforderungen an die Lehrkräfte – Wie kann man ihnen gerecht werden?“
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Immer wieder müssen sich die Schulen heute der
Notwendigkeit stellen, ihre Qualität in Unterricht und Schulalltag zu verbessern. Zu diesem Zweck führte das Clemens-August-Gymnasium im letzten Schuljahr
unter Schülern, Lehrern und Eltern eine breite Umfrage durch, deren Ergebnisse der Schulöffentlichkeit zur Verfügung gestellt und anschließend ausgewertet wurden
im Hinblick auf konkrete Schritte zur Qualitätsverbesserung. Am letzten Wochenende im August, dem 27./28.08., fand aus diesem Anlass eine Lehrerfortbildung des
Kollegiums zum Thema „Vielfältige Anforderungen an die Lehrerrolle – Wie kann man diesen gerecht werden?“ statt. Eingeladen als Referenten und
Moderatoren in Arbeitsgruppen waren aus dem Studienseminar Leer Detlef Ehrig, stellvertretender Leiter, und Frauke Thees, Fachleiterin.
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In seinem Einführungsreferat erläuterte Ehrig wichtige Bedingungen für ein gelingendes
Unterrichten. In den Mittelpunkt stellte er die Frage, wie Unterrichtsstörungen möglichst
vermieden werden, damit die echte Lernzeit erhöht werden kann. Ehrig versteht darunter die
Herausforderung, möglichst den Anteil von Störungen aller Art und anderen Aktionen, die vom
Lernen abhalten, zu verringern. Er ging von einer wissenschaftlichen Studie aus, wonach
Unterrichtsstörungen, wenn ihnen nicht pädagogisch effektiv begegnet wird, große Anteile von
Lernzeit vernichten und die Schüler nachhaltig vom Lernen abhalten. Natürlich hänge der
Unterrichtserfolg sehr davon ab, ob der Unterricht anspruchsvoll und ansprechend gestaltet
werde, aber eben nicht allein. Gelingender Unterricht sei nicht unwesentlich eine Frage der
Klassenführung. Den Faktoren, die eine solche effektive Führung ermöglichen, ging der Referent
im Besonderen nach. Dabei stellte er heraus, dass der Lehrer gleichzeitig verschiedene Aufgaben
zu bewältigen hat. Er müsse im Auge haben, was seine Schüler in ihren unterschiedlichen
Ausprägungen wünschen, müsse die Stoffvermittlung präsent haben und vorausschauend
wahrnehmen, wie auf die eine oder andere Ablenkung, Rückfrage oder Störung zu reagieren sei.
In der Forschung werde darunter die Herausforderung verstanden, im Unterricht Reibungslosigkeit und Schwung im Vermitteln von Inhalten miteinander zu verbinden.
Zur Vermeidung von überflüssigen Reibungen können Rituale, Routinen und Regeln im Alltag nützen. Sie helfen, die normalen Abläufe im Klassenraum zu erleichtern und den Ablauf im
Unterricht verbessern. Ein häufiges Sorgenkind bleibe die Disziplin in den Klassen. Dass Schüler
mit ihren vielfach geschickten Unterrichtsvermeidungsstrategien den geordneten Ablauf
hintertreiben können, sei jedem bekannt. In Fällen von nachhaltigen Störungen die Ordnung
wieder herzustellen und angemessen zu reagieren, sei bisweilen eine recht schwierige
Herausforderung. Hier könne ein Vier-Augen-Gespräch helfen, viel Lob und Anerkennung, aber
vor allem proaktives Klassenmanagement. Der Blick allein auf einen Schüler helfe in Problemfällen
aber nicht weiter. Für ein effektives Management in der Klasse müsse, so Ehrig, das komplexe
Zusammenspiel von Eltern, Lehrern und Schülern beachtet werden. Die Einstellungen der Eltern
bedingen natürlich die Haltungen der Schüler zum Schulalltag und zum Unterricht und die
Zusammenarbeit aller Kollegen stelle erst den Erziehungsrahmen her, in dem eine Schule handeln
kann. Mit einem vorbeugenden Lehrerverhalten lassen sich schon viele Störungen im Unterricht
vermeiden. Das bedeute, dass sich Lehrer ihrer Erziehungsfunktion klar bewusst sein müssen.
Die Vorstellung, Lehrer seien nur mehr oder weniger geschickte Vermittler von Inhalten, greife
eindeutig zu kurz. Der Lehrer sei – entgegen manchen modernistischen Vorstellungen – eben
kein Moderator, der seine Schüler im Idealfall selbst arbeiten und fragen lasse. Ein guter
Unterricht hänge ganz entscheidend vom Auftreten und Handeln des Lehrers selbst ab. Seine
soziale und pädagogische Kompetenz trage wesentlich dazu bei, ob Unterricht gelingen und
Unterrichtsstörungen schon im Vorfeld vorgebeugt werden kann. Der Vortrag schloss mit dem klaren Bekenntnis, dass Unterricht und Schule gelingen können.
Hatte der Vortrag seinem Auftrag entsprechend die Problematik theoretisch und allgemein in ihren verschiedenen Facetten
aufgezeigt, so wurde im Anschluss daran die Zeit am Freitagnachmittag und am Samstag dazu genutzt, in verschiedenen Arbeitsgruppen zu
erörtern, wie sich die Problematik nun konkret in der Schule darstellt. Dazu wurden in fünf Arbeitsgruppen den Fragen nach der erfolgreichen Klassenleitung,
dem Vermeiden und Bewältigen von Unterrichtsstörungen und dem Führen von Gesprächen mit Eltern nachgegangen. Hierbei öffnete sich die Diskussion vielen
konkreten Einzelaspekten, die intensiver besprochen und unterschiedlich bewertet wurden. Ein Fazit war, dass es nicht darum gehen kann mehr Regeln
aufzustellen, um so die Qualität von Unterricht zu erhöhen, sondern dass es darauf ankommt, dass einige zentrale Regeln von allen beachtet und umgesetzt
werden. Weitere Ergebnisse wurden zum Ende im Plenum vorgestellt und sollen Eingang in den Schulalltag finden. Heinrich Hachmöller
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Gastvortrag von Dr. Meyer: “Ausdauertraining”
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Der Begriff „Ausdauer“ wird in unserer Alltagssprache so häufig verwendet, dass wir denken, es
handele sich um einen eindeutigen Ausdruck. Das der Begriff aber sehr wohl unterschiedlich
gefüllt sein kann, brachte der Cloppenburger Kardiologe Dr. P. Meyer in einem kurzweiligen, sehr
informativen und auf die Lerninhalte vor allem der Sport- und Biologieprofilkurse ausgerichteten
Gastvortrag zum Ausdruck. Vor mehreren Hundert aufmerksam lauschenden Schülern in der
prallgefüllten Aula gab Dr. Meyer, selbst Absolvent des CAGs, aufschlussreiche Einblicke in die
Theorie des Ausdauertrainings. Neben den hier vorherrschenden Energiegewinnungsarten zeigte
er mittels einprägsamer Schaubilder und Grafiken wichtige Determinanten eines effektiven
Ausdauertrainings auf: so erläuterte er z.B. die Arbeitsweise des Herzens, die Blut- u. O2
-Versorgung der beteiligten Muskulatur sowie deren Funktionsweise, um anschließend auf
Adaptationsprozesse v.a. des Herz-Kreislaufsystems in Folge von Ausdauertraining einzugehen.
Hier machte er eindrucksvoll deutlich, wie wichtig regelmäßiges Sporttreiben und insbesondere
auch Ausdauertraining für das Wohlbefinden und die gesundheitliche Stabilität des Einzelnen
sind. Gleichzeitig mahnte er aber zur Vorsicht beispielsweise im Umgang mit einer starken
Erkältung. In diesem Fall könne intensives Sporttreiben eine Gefahr für den Körper aufwerfen,z.B in Form einer resultierenden Herzmuskelentzündung.
Im Rahmen seiner Ausführungen zu den Aspekten „Krafttraining“ und „Doping“ im zweiten Teil
des Vortrags machte Dr. Meyer erneut deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang
mit dem eigenen Körper auch im Freizeit- und Breitenport und wie bedeutsam das Vorhandensein
eines Grundverständnisses für die Sporttheorie bei der Planung und Durchführung von Sport sei.
Nicht selten würden aus Nichtwissen um trainingswissenschaftliche Erkenntnisse, wie aber auch
aus finanziellen und ästhetischen Gründen Praktiken angewandt, welche die Gesundheit der
Sportler häufig nachhaltig gefährdeten.Indem das Plenum in einem zuweilen offenen Dialog mit in
die Gedankenentwicklung einbezogen war, wurde den Schülerinnen und Schülern an mehreren
Stellen eindrucksvoll vor Augen geführt, wie sich ihre im Unterrichtsalltag erarbeiteten Inhalte in
den Vortrag des Mediziners integrieren ließen. Das gute Gefühl, dazugelernt zu haben, war den Gesichtern im Plenum abschließend deutlich zu entnehmen. |
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Neue Schülerausweise
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Ab sofort erhält jeder Schüler unserer Schule einen kostenlosen Schülerausweis in Form einer
Chipkarte mit Bild. Diesen brauchen sie in Zukunft, um an der entgeltlichen Bücherausleihe teilzunehmen. Der Ausweis dient dazu, den
jeweiligen Benutzer bei der Zuteilung der Lehrbücher mit dem Strichcode auf der Karte zu identifizieren und ihm die entsprechenden
Lehrbücher zuzuweisen. In Zukunft wird auch die Bibliotheksausleihe mit dieser Karte erfolgen. Unsere Schüler brauchen folglich diesen Ausweis
und müssen ihn einsetzen können. Sollte bei Verlust ein neuer Ausweis ausgegeben werden
müssen, kostet der Ersatz zwei Euro. Dieser neue Ausweis ist in Form und Größe der Kreditkarte
oder dem Führerschein ähnlich und dient gleichzeitig als vollgültiger Schülerausweis in der Öffentlichkeit im In- und Ausland.
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Das CAG ist Europaschule!
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Das niedersächsische Kultusministerium hat das Clemens-August-Gymnasium zur Europaschule
ernannt. In einer Feierstunde am 12. August überreichte der Leitende Regierungsschuldirektor
Klaus Seifert die Ernennungsurkunde an Direktor Heinrich Hachmöller.
Durch die Auszeichnung als Europaschule – in Niedersachsen gibt es aktuell 82 – wird das
vielfältige interkulturelle Engagement der Schule gewürdigt. „Wir sind eine Schule, die ihre
Wurzeln in der Region hat, sich aber verpflichtet fühlt, den Schülern den Blick zu öffnen über
den Horizont hinaus“, sagte dazu Heinrich Hachmöller. Er verwies auf die zahlreichen Projekte,
Arbeitsgemeinschaften und Partnerschaften des CAG mit den Schulen in Bernay, Paris und Caen,
Austauschprogramme mit Zwolle (Niederlande) und Beziehungen nach Beuthen (Polen).
In seinem Grußwort würdigte Landrat Hans Eveslage das CAG als erste Europaschule im
Landkreis und verwies auf die zentrale Aufgabe der Schule: „Europa muss mit Leben gefüllt
werden. Das geschieht dadurch, dass Menschen zueinander finden und gemeinsame Ziele definieren.“
Wolfgang Zapfe, Vorsitzender des „Arbeitskreises Europaschulen“ in Niedersachsen, strich
besonders die Chancen heraus, die Europa heute den Jugendlichen bietet. Die jungen Leute
müssen sie aber zunächst kennen lernen, dazu muss die Schule ihren Beitrag leisten.
Wahrnehmen müssen die jungen Leute ihre vielfältigen Möglichkeiten durch bewusste eigene
Entscheidung. Das Projekt Europa, das nach den Schrecken der beiden Weltkriege im letzten
Jahrhundert mit so viel Energie gestartet wurde, lässt sich nur über junge Menschen
verwirklichen. In diesem Zusammenhang liegt es am CAG selbst, den Schwerpunkt Europaschule angemessen umzusetzen.
Jörg Waskönig, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Oldenburg, hob in seiner Festansprache
besonders auf die wirtschaftlichen Aspekte Europas ab. Zu Beginn ging er auf die aktuellen
finanziellen Probleme der Mittelmeerländer und die damit verbundene Eurokrise ein. Provokant
formulierte er: „Europa ist eine Versorgungseinheit.“ Mündigkeit und Eigenverantwortung
stünden heute in Europa nicht hoch im Kurs. „Wir müssen kritisch sein und Schwachpunkte
benennen“, so Waskönig. Eine besondere Bedeutung kommt nach Waskönig der Bildung zu.
Bessere Bildung sei notwendig, doch müsse man realistisch sein und akzeptieren, dass dafür
auch in Zukunft nicht mehr Geld zur Verfügung stehen werde. „Solange der Fokus nur auf
Quantität liegt, wird sich an der Qualität nichts ändern“. Er sprach sich für einen Bildungs-TÜV
aus, für ein Bonus-System für „Performer“ und für mehr Transparenz im Bildungswesen. An die
Schülerschaft gerichtet sagte Waskönig: „Für keine andere Generation standen die Türen nach
Europa soweit offen. Werdet Europäer und dann kommt zurück nach Cloppenburg, Emstek,
Niedersachsen.“ Denn in Zukunft würden hier im Oldenburger Münsterland gut ausgebildete Fachkräfte dringend benötigt.
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