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Wer sind wir eigentlich?

 

 

 

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Wer
wir
sind

Wir sind eine Schule, die modern und aufgeschlossen ist für zeitgemäße Entwicklungen in der Bildung und Erziehung in der heutigen Zeit, zugleich aber in der Tradition des Gymnasiums steht. Unser Bildungsangebot umfasst sowohl die klassische humanistische als auch die mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung.

Wir bieten über den staatlich vorgeschriebenen Fächerkanon ein zusätzliches Bildungsangebot an, das mit Musik- un Theaterprojekten seinen Schwerpunkt im musisch-künstlerischen Bereich hat. Zudem haben wir die Cloppenburger Bildungseinrichtungen für ein weitgefächertes Nachmittagsprogramm gewinnen können.

Über hundert Kolleginnen und Kollegen  aller Altersstufen geben der Schule wichtige Impulse zu einer vielgestaltigen und offenen Unterrichts- und Lernatmosphäre, in der unsere Schülerschaft, die inzwischen auf über 1600 angewachsen ist, lernen und leben kann.

Unterrichts-
angebot

Das Unterrichtsangebot des CAG richtet sich nach den staatlich vorgegebenen Stundentafeln. Es wird bestimmt durch die Dreiheit von sprachlicher, gesellschaftswissenschaftlicher und mathematisch-naturwissenschaftlicher Bildung.

Auf die erste Pflichtfremdsprache Englisch, die bereits in der 5. Klasse erteilt wird, folgt in der Klasse 6 die zweite Pflichtfremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler haben die Wahl zwischen Latein und Französisch. Die dritte Fremdsprache, diesmal als Profilfach angeboten, kann in der Klasse 7 begonnen werden. Hier stehen wieder Latein und Französisch zur Auswahl. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die dieses Angebot wählen, entscheiden sich für die Stundentafel 1. Sie können allerdings auch auf diese Fremdsprache verzichten und wählen dann die Stundentafel 2. Die verschiedenen Abschlüsse für das Fach Latein können am CAG alle erreicht werden, selbst die Schüler, die erst in der Klassenstufe 11 mit diesem Fach beginnen, können mit dem Abitur noch das Latinum erwerben. Latein wird hier als Wahlfach und für Neuzugänge aus der Realschule als Wahlpflichtfach für das Erlernen der zweiten Fremdsprache angeboten. Derzeit besteht zusätzlich noch die Möglichkeit, in einer Arbeitsgemeinschaft Griechisch zu lernen und im Anschluss daran auch das Graecum zu erwerben.

Ein weiterer pädagogischer Schwerpunkt ist der sogenannte ‚bilinguale Unterricht’. Derzeit wird in einer Klasse der Jahrgangsstufe 9 das Fach  “Geschichte” auf Englisch unterrichtet, sofern die Schülerinnen und Schüler sich eigens dafür entschieden haben. Die Weiterführung dieses fremdsprachlichen Fachunterrichtes in der neuen Profiloberstufe wird vorbereitet, auch wenn eine fremdsprachliche Abiturprüfung nach dem neuen Erlass nicht möglich sein wird. Eine Ausweitung des fremdsprachlichen Fachunterrichtes auf weitere Fächer ist in Vorbereitung.

Mit dem bilingualen Unterricht wird neben dem Fachwissen in Geschichte die Fähigkeit  gefördert, sich in der englischen Sprache auszudrücken. Gleichzeitig trägt ein solcher Unterricht, der sich selbstverständlich auch auf Quellen und Lehrbücher aus dem anglo-amerikanischen Raum stützt, dazu bei, geschichtliche Ereignisse ebenfalls aus dieser Perspektive wahrzunehmen. Dies stärkt die Fähigkeit zur kritischen Bewertung von Quellen und historischen Darstellungen. Nicht zuletzt soll der Blick auf die europäische Dimension gestärkt und die Möglichkeit, Kontakt mit den Mitbürgern in Europa aufnehmen zu können, gefördert  werden.

Seit mehreren Jahren gibt es in den Jahrgängen 6 bis 8  Bläserklassen unter der Leitung von Arndt Humphreys und Thomas Stanko. Diese sind  ein Klassenmusizierkurs und erhalten statt der üblichen zwei nun drei Musikstunden, sodass der Musikunterricht zum Erlernen eines Orchesterinstrumentes genutzt werden kann. Weitere Informationen über die Organisation und Aufnahmemöglichkeiten in die Bläserklasse können über die folgende PDF-Datei abgerufen werden.

Praktika,
Fahrten,
Austausch-
programme

  • Kennen- & Lernen-Tage für die Klassenstufe 5 zu Beginn des Schuljahres
  • Klassenfahrt am Ende der Jahrgangsstufe 5
  • Einwöchiger Skikurs für die Klassenstufe 8
  • Studienfahrt nach Berlin in der Klassenstufe 10
  • Einwöchige Schulgemeinschaftstage in der Einführungsphase 11
  • Zweiwöchiges Betriebspraktikum in der Einführungsphase 10
  • Einwöchige Studienfahrt in der Qualifikationsphase (12/13)
  • Schüleraustausch mit dem Gymnasium Fresnel in der Partnerstadt Bernay (Frankreich) in der Jahrgangsstufe 9
    - mit einem Gymnasium in Paris (Jahrgang 7)
    - mit einem Gymnasium in Caen (Frankreich) (Jahrgang 9)
  • Schüleraustausch mit dem Gymnasium “Stafana Zeromskiego” in Beuthen (Polen)
  • Schüleraustausch mit einem Gymnasium in Zwolle (Niederlande) in der Jahrgangsstufe 9

Kooperation

In der Oberstufe kooperiert das CAG eng mit dem Cloppenburger Gymnasium Liebfrauenschule. Dadurch wird es möglich, den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe ein sehr breites Band sowohl an Leistungs- wie an Grundkursen zu bieten. Derzeit gibt es in diesem Oberstufenverbund Leistungs- und Grundkurse in allen Sprachfächern, der Mathematik und den Naturwissenschaften sowie den Gesellschaftswissenschaften.

Die Gestaltung und Organisation der Kurse in der neuen Profiloberstufe, die ab dem Schuljahr 2006/07 eingeführt wird, ändert sich deutlich gegenüber dem bisherigen System. An die Stelle der bisherigen Leistungs- und Grundkurse treten vier- und zweistündige Kurse. In den beiden Abschlussklassen der sogenannten ‘Qualifikationsphase’ entscheidet sich der Schüler im Rahmen des Angebotes unseres Gymnasiums für den sprachlichen, den naturwissenschaftlichen, den gesellschaftswissenschaftlichen, den musisch-künstlerischen oder den sportlichen Schwerpunkt. Der Unterricht wird in Kern-, Schwerpunkt-, Ergänzungs- und Wahlfächern sowie in einem Seminarfach erteilt. Die genauere Vorstellung der Oberstufenorganisation findet sich unter www.schure.de. Auch im Rahmen der neuen Oberstufe wird die Zusammenarbeit mit der Cloppenburger Liebfrauenschule fortgesetzt, um in einzelnen Bereichen das Wahlangebot für die Schülerinnen und Schüler zu erweitern.

Am Clemens-August-Gymnasium arbeiten Lehrkräfte und Eltern als Partner zusammen in dem Bemühen, unseren Schülerinnen und Schülern eine gute Erziehung und fundierte Bildung mitzugeben. Die Eltern beraten mit in den verschiedenen Konferenzen und Arbeitsgremien und werden eine wichtige Rolle im neu zu bildenden Schulvorstand spielen. Sie unterstützen die Schule bei den Schulveranstaltungen, bei Schulfesten sowie Studien- und Klassenfahrten.

Eine besondere Rolle kommt dabei dem Verein der Freunde und Förderer zu. Er wurde bereits 1962 gegründet und sieht seine Aufgabe darin, die „unterrichtlichen und erzieherischen Ziele der Schule zu fördern.“ Dank der finanziellen Unterstützung durch diesen Verein können die Dinge für Projekte und Arbeitsgemeinschaften angeschafft werden, für die der Schulträger keine Mittel zur Verfügung stellen kann. Darüber hinaus hat der Förderverein als Rechtsträger Personen angestellt, die in der Schulbibliothek und in den Computerräumen arbeiten und die Aufsicht übernehmen, damit diese ganztägig von den Schülern genutzt werden können. Einmal im Jahr wird zu einer Mitgliederversammlung eingeladen, in der Zwischenzeit führt der gewählte Vorstand die laufenden Geschäfte durch.

Die Schülerinnen und Schüler  wirken durch das Gremium der Schülervertretung an der Gestaltung des Schullebens mit. Damit sie für diese Aufgabe besser vorbereitet sind, findet jedes Jahr mit den Klassensprechern und deren Vertretern ein mehrtägiges Schülervertretungsseminar statt, in dem sie über ihre Rechte und Mitwirkungsmöglichkeiten informiert werden sowie auch eine Schulung in Rhetorik erhalten.

Die Schülervertretung organisiert im Laufe des Schuljahres Fahrten zu besonderen Veranstaltungen (Fußballspiele, Eislaufhalle, etc.) und das beliebte Fest für die Jahrgänge 7 und 8.

Ziele

Das Clemens-August-Gymnasium hat das Ziel, seinen Schülerinnen und Schülern eine fundierte Bildung zu vermitteln, die sich klar gymnasialen Standards verpflichtet weiß. Für die Erziehung gelten die Werte, die die Würde der Menschen achten und schützen. Dies schließt die Auseinandersetzung über diese Werte mit ein, um den Schülerinnen und Schülern Wege aufzuzeigen, in der Diskussion der verschiedenen Ordnungsvorstellungen der pluralistischen Gesellschaft zu tragfähigen Werten für ihr Leben zu kommen. Dies soll zusammen mit der Wissensvermittung die jungen Menschen befähigen, sich zu veranwortlichen, selbstständigen und gebildeten Bürgern heranzubilden, die später ihren Platz in der Gesellschaft finden können. Angestrebt wird, den jungen Menschen eine möglichst umfassende fachliche und menschliche Bildung zu vermitteln, die sie auf das Studium, aber auch auf eine Berufsausbildung solide vorbereitet.

Orientierungen

Wie im Niedersächsischen Schulgesetz festgelegt, orientiert sich das Clemens-August-Gymnasium an der demokratisch rechtstaatlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland sowie den christlich-humanistischen Idealen des Abendlandes. Dies geht einher mit der Verpflichtung zur gegenseitigen Toleranz und Achtung der Menschen anderer Religionsgemeinschaften.

Zahlen

In den letzten Jahren ist die Schülerzahl beachtlich angestiegen, von ca. 560 im Jahre 1997 über 760 im Jahre 2002 auf die Zahl von über 1485 im Jahre 2004 und auf 1641 zu Beginn des Schuljahres 2007/08. Die Tendenz ist weiter steigend, die Marke von 1.800 ist bald zu erwarten. Erst dann kann mit einem Rückgang gerechnet werden.

Partnerschulen

Der Unterricht in den vom Staat vorgegebenen Fächern wird erweitert durch eine bewusste Öffnung nach Europa: Partnerschulen in Frankreich, Polen und den Niederlanden, Comenius-Projekte mit  europäischen Schulen, derzeit einem Projekt mit Spanien, Österreich, Slowenien, Polen und Ungarn und die Einrichtung eines bilingualen Zuges fördern die europäische Zusammenarbeit. Darüber hinaus arbeiteten im Schuljahr 2005/06  eine polnische Sprachassistentin  und in früheren Jahren englische Sprachassistenten am CAG.

Neue Medien/
Informatik

Das CAG trägt selbstverständlich der allgemeinen Tatsache Rechnung, dass heutzutage der Computer sowohl aus dem Arbeits- wie aus dem Privatleben nicht mehr wegzudenken ist. In zwei gut ausgestatteten Computerräumen mit insgesamt 50 Rechnern und einem leistungsfähigen Netzwerk lernen die Schülerinnen und Schüler  auf vielfältige Weise die Möglichkeiten der Informationstechnologie kennen. Dabei wird der kritische Umgang mit den Möglichkeiten und Grenzen der Neuen Medien im Unterricht thematisiert. Informatik wird in der Oberstufe als weiteres Fach angeboten.

Leseförderung

Die Leseförderung wird bereits seit Jahren groß geschrieben: Eine gut ausgestattete Bibliothek lockt die Schülerinnen und Schüler zum Studieren und ein gezieltes Angebot an Jugendbüchern und Veranstaltungen spricht besonders die jungen Schüler an.

AG’s

Das Theaterspiel hat am Clemens-August-Gymnasium eine lange und erfolgreiche Tradition; in der jetzigen Zeit hat eine besonders aktive und leistungsstarke Theater- und Musikarbeitsgemeinschaft, die ‚CAG-Company‘, sehr ansprechende und überzeugende Aufführungen klassischer und moderner Stücke auf die Bühne gebracht. Charakteristisch für alle Aufführungen war die enge Verbindung von Musik und Theater, wobei vielfach die Lieder und Instrumentalstücke selbst komponiert wurden. In den letzten zehn Jahren wurden aufgeführt: “Romulus”, “Unsere kleine Stadt”, “Ein Sommernachtstraum”,  „Ein Engel kommt nach Babylon“, „Viel Lärm um nichts“, „Lysistrate“ von Aristophanes, “Eine von uns”, “Linie1”, „Die Dreigroschenoper“, “Pygmalion”, “Cyrano de Bergerac” sowie “Die Weiber in der Volksversammlung”.
Im  Jahr 2005 traten zum ersten Mal die “CAG-RocKids” mit dem Stück “Als geil noch astrein war” von Frank Goosen auf, in dem Songs aus den 70er und 80er Jahren eine tragende Rolle spielten. Es folgte im Jahr 2006 das Stück “Udo und was dann kam”, das das Publikum auf eine mitreißende Reise durcdh 30 Jahre deutsche Musikgeschichte mitnahm.
Seit dem Jahr 2003 gibt es die Bigband “Cajazzo”, eine fest eingerichtete AG mit 30 Schülerinnen und Schülern, die sich bereits in einem Konzert und bei verschiedenen anderen Auftritten einem begeisterten Publikum gestellt hat.
Sowohl die “RocKids” als auch “Cajazzo” würden sich über interessierte Neueinsteiger sehr freuen, wobei die Bigband vor allem Trompeten, Posaunen und Tenor-Saxophone sucht.
Eine weitere Chor- und Musik-AG wird im Jahrgang 5 angeboten. Der Chor trägt weltliche und religiöse Lieder in mehrstimmigen Sätzen vor und tritt z.B. bei Gottesdiensten auf. Im Schuljahr 2006/07 ist eine Musicalaufführung geplant.

Jahrbuch

Über das Leben am Clemens-August-Gymnasium informiert umfassend ein Jahrbuch, das jeweils ein Schuljahr umfasst und jedes Jahr im Oktober herausgegeben wird. Hierin finden sich Artikel zur Entwicklung der Schule, zu Studienfahrten und Exkursionen, zu Projekten und Arbeitsgemeinschaften, zu der jährlichen Theateraufführung, zum Abitur, zur Personalentwicklung und vieles andere mehr.
In einem gesonderten Bildteil werden die Fotos einer jeden Klasse sowie des Lehrerkollegiums abgedruckt.

Der
 Namenspatron

Die Gestalt des Kardinals Clemens-August von Galen ist eine Persönlichkeit der Geschichte, an der sich der Zusammenhang von klarer Wertorientierung und konsequentem und verantwortlichem Handeln in vorbildlicher Weise zeigen lässt. Der Anspruch, sich einer klaren Wertorientierung - in diesem Falle der christlichen - zu verpflichten, findet sich bereits in seinem Wahlspruch zur Bischofsweihe 1933: »Nec laudibus, Nec timore«: Weder Lob noch Angst sollen ihn vom Wege abbringen lassen. Wie ernst ihm dieses war, zeigen sein mutiges und konsequentes Einstehen für die Rechte der Menschen und die Gerechtigkeit in der nationalsozialistischen Zeit und die Bereitschaft, sein Leben notfalls auch einzusetzen.
Höhepunkt seines Kampfes gegen die Nationalsozialisten sind bekanntlich die berühmten Predigten aus dem Jahre 1941 gegen die massenhafte Tötung  psychisch kranker und behinderter Menschen sowie gegen das willkürliche und verbrecherische Agieren der Gestapo, das jeden Menschen bedrohte. Mit Beginn des Krieges begann in Deutschland unter dem Decknamen ‚Euthanasie’ auch der Massenmord an psychisch Kranken, an »lebensunwertem Leben«, wie die Nationalsozialisten es nannten. Bis 1941 wurden etwa 150.000 Insassen von Heil- und Pflegeanstalten, Erwachsene und Kinder, umgebracht. Galen erreichte mit seinem Protest, dass dieses Programm im Wesentlichen eingestellt wurde.
Kardinal Clemens-August von Galen hat überzeugend vorgelebt, wie man sich in einer sehr schweren Zeit konsequent für Menschlichkeit und Gerechtigkeit einsetzen kann. Weil er sich einer klaren Wertordnung gegenüber verpflichtet wusste, konnte er standhalten gegenüber einem übermächtigen verbrecherischen Regime. Somit leitet uns sein Beispiel an, für die Würde, die Freiheit und das Lebensrecht der Menschen einzutreten, bei uns und in aller Welt.

Geschichte

Das CAG blickt inzwischen auf eine über neunzigjährige Geschichte zurück, die diese Schule deutlich geprägt hat. Gegründet wurde es 1914 als ‚Realprogymnasium für Jungen’, das die Schüler für die Oberstufe eines vollwertigen Gymnasiums ausbilden sollte. Ein Jahr nach der Schulgründung wurde mit dem Bau des stattlichen Hauptgebäudes begonnen – trotz der Nöte und Engpässe der Kriegsjahre. Noch während des Krieges, im Mai 1918, wurde der Bau vollendet, feierlich eingeweiht und bezogen. Bereits einige Jahre später war die Schülerzahl deutlich auf über 300 angestiegen, und im März 1923 wurde mit der ersten Abiturprüfung der Ausbau der Schule zu einem vollwertigen Gymnasium erreicht.

Die nationalsozialistische Zeit ging nicht spurlos an dieser Schule vorüber; die Schulleitung wurde ausgewechselt, unbotmäßige Lehrer wurden versetzt und die nationalsozialistischen Lehren fanden Eingang in den Unterricht. 1939 wurde die Cloppenburger Liebfrauenschule geschlossen und die Mädchenklassen der „Staatlichen Oberschule für Jungen“ als „staatliche Oberschule für Mädchen“ angegliedert. Damit hielt die koedukative Erziehung erstmals in diese Schule Einzug.

Nach einer halbjährigen Zwangspause konnte der Unterricht im Oktober 1945 wieder aufgenommen werden. 1946 wurden die Mädchen ausgegliedert und der wieder eröffneten Liebfrauenschule zugewiesen. Neu wurde auch die inhaltliche Struktur des Unterrichtes gestaltet: Das Gymnasium erhielt zwei Züge; den altsprachlichen und den mathematisch - naturwissenschaftlichen.

Nach den fürchterlichen Erfahrungen mit der Barbarei der nationalsozialistischen Herrschaft war es den Bürgern und den Verantwortlichen für die Schule ein Anliegen, die Erziehung der Jugend deutlich an klaren und verbindlichen christlichen Werten auszurichten. Um dies auch öffentlich zu dokumentieren, wählte man einen bedeutenden Widerstandskämpfer aus der Region zum Namenspatron für das bislang namenlose Gymnasium: Clemens-August Kardinal von Galen, der 1946 verstorben war. Sein unverbrüchliches Einstehen für die Würde und die Rechte der Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus hat bis heute Vorbildcharakter, insbesondere für die Erziehung der jungen Leute.

1964 werden erstmals nach dem Kriege wieder Mädchen aufgenommen. Im gleichen Jahr wurde der naturwissenschaftliche Flügel (Ostflügel) eingeweiht. Die inhaltliche Ausrichtung des Unterrichts wandelte sich in den folgenden Jahren: 1967 wurde ein neusprachlicher Zweig hinzugefügt und im Jahre darauf der altsprachliche Zweig nicht mehr weitergeführt, er lief mit dem Abitur 1976 aus. Infolge stark gestiegener Schülerzahlen gründete die Stadt Cloppenburg 1971 ein zweites Gymnasium, das allerdings nur bis 1984 Bestand hatte. Einschneidend war die Abtrennung der Klassen 5 und 6 vom Gymnasium und die Einrichtung der Orientierungsstufe im Jahre 1974. Mit dem Schuljahr 1976/77 wurde die reformierte Oberstufe eingeführt, deren beständige Reformierung bis heute nicht abgeschlossen ist.

Im Jahre 1989 wurde in großem Stil das 75jährige Schuljubiläum gefeiert, zu dem auch eine umfangreiche Festschrift erschien. Ab 1999 konnte die Schulbibliothek in der ehemaligen Direktorenwohnung, die grundlegend saniert wurde, eingerichtet werden. Seit der Zeit können die Schüler hier studieren und arbeiten. Sie können dabei sowohl auf den umfangreichen Buchbestand von ca. 20.000 Bänden als auch auf das Internet zurückgreifen.

In den folgenden Jahren meldeten sich immer mehr Schülerinnen und Schüler am CAG an, so dass mit der Aufstellung von mobilen Klassenräumen begonnen werden musste. Im August 2004 erlebte die Schule eine weitere große Änderung: Die Orientierungsstufe wurde aufgelöst und die Klassen 5 und 6 kamen wieder an das Gymnasium. Dies bedeutete bis zum Schuljahr 2005/ 06 einen Anstieg auf 1529 Schülerinnen und Schüler und 97 Lehrerinnen und Lehrer. Um genügend Klassenräume zur Verfügung stellen zu können, wurde angebaut – im September konnte das „Atrium“ eingeweiht werden. Neben dem Anbau und den mobilen Klassen musste jedoch ein Teil des Unterrichts am Pingel-Anton und in Räumen der Kreishandwerkerschaft ausgebracht werden.

Am 30. März fand nach den baulichen Veränderungen die Neuaufstellung der restaurierten Clemens-August-Statue statt, des Namenspatrons der Schule. In einem feierlichen Festakt wurde die Statue im ebenfalls renovierten Treppenhaus platziert.

Schließlich erlebte auch die Oberstufe weitere Reformen. Nachdem bereits das Abitur nach 12 Schuljahren beschlossen worden war, wurde auch die neue Profiloberstufe auf den Weg gebrachte. Zudem wurde in diesem ereignisreichen Schuljahr das erste Zentralabitur abgenommen.