Im Rahmen unseres 111-jährigen Schuljubiläums haben wir einen weiteren Gast begrüßen dürfen: unseren ehemaligen Schulleiter Heinrich Hachmöller, der die Schule im Jahr 2013 verlassen hatte, um als Leiter der deutschen Schule nach Mailand zu gehen. Für den Jubiläumsabend war er mit seiner Frau eigens aus Freiburg angereist.
Auf der Bühne wurde er charmant und humorvoll von Kathrin Korte und Thomas Stanko interviewt, die ihn noch als Schulleiter erlebt hatten und so auch Anekdoten austauschten und Erinnerungen forcierten. Hachmöller selbst gewährte dabei spannende und persönliche Einblicke in seinen Lebens- und Berufsweg. Besonders eindrucksvoll waren seine Schilderungen aus der eigenen Schulzeit: Er lebte als Kind auf dem Schulgelände des CAG und war selbst für kurze Zeit Schüler unserer Schule, bevor er nach Löningen wechselte. Rückblickend beschrieb er die Schule früher als strenger, zugleich aber in mancher Hinsicht auch als unkomplizierter.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag auf seinen internationalen Erfahrungen. Er betonte, wie wertvoll Einblicke in ausländische Schulsysteme sind – nicht zuletzt durch seine Zeit in Afrika sowie seine Tätigkeit an einer deutschen Schule in Italien. Diese Perspektiven führten ihn zu einem klaren Fazit: Das deutsche Schulsystem sei insgesamt sehr gut aufgestellt, insbesondere im Hinblick auf den respektvollen und unterstützenden Umgang zwischen Lehrkräften und Schüler:innen. Er ermutigte dazu, dieses System nicht schlechter zu reden, als es tatsächlich ist.
Auch seine Leidenschaft für den Lehrerberuf wurde deutlich. Besonders wichtig seien ihm stets die zwischenmenschlichen Beziehungen gewesen – sowohl zu den Schüler:innen als auch im Kollegium. Als Schulleiter habe er großen Wert darauf gelegt, eine Balance zwischen Führung und Kollegialität zu finden. Sein Leitmotiv „Machen Sie mal“ stand dabei sinnbildlich für seinen Führungsstil: Ideen aus dem Kollegium wurden ernst genommen, Vertrauen geschenkt und Innovationen ermöglicht. Zwei Beispiele dafür sind der bis heute erfolgreiche Schwedenaustausch sowie die BigBand Cajazzo, die auf solche Initiativen Kathrin Kortes und Thomas Stankos zurückgehen.
In angenehmer Atmosphäre klang die Veranstaltung bei einem Glas Wein und anregenden Gesprächen mit ehemaligen Kolleg:innen aus. Ein weiteres gelungenes Event zum Jubiläum – und ein Wiedersehen, das in bester Erinnerung bleiben wird.



